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Möglichkeiten und Grenzen von modularen Low-cost-Komponenten für automatisierte Deformationsmessungen

Werner Stempfhuber
, Prof. Dr.
, Berliner Hochschule für Technik
03. März 2022 | 13:45 Uhr

Seit über 30 Jahren werden automatisierte Verfahren geodätische Monitoringsystemen zur Überwachung technischer Anlagen oder geotechnischer Prozesse erfolgreich angewendet. Mittlerweile verfügen viele Anwender über ein detailliertes „KnowHow“ in der Erstellung und im Betrieb von eigneten Systemen. Die Interpretation der Ergebnisse unterstützt komplexe Fragestellungen zum umfassenden Verständnis des Bauwerksverhalten.

Klassische Verfahren auf der Basis von Totalstationen mit ausgeglichenen Beobachtungen bilden häufig die Basis eines Multisensor-Systems zur genauen Echtzeitüberwachung mit entsprechenden Kontrollfunktionen. Die Leistungsfähigkeit von Low-cost-Komponenten bei automatisierten Anwendungen ist mittlerweile weit verbreitet und unterstützt das Gesamtsystem. Eine vollständige Verwendung von Low-cost-Komponenten auf dem Niveau geodätischer Systeme ist bei entsprechend der Fragestellungen realisierbar. Dabei muss auf die Skalierung der modularen Subsysteme geachtet werden. Hierzu stehen viele Sensortypen mit individuellen Messeigenschaften zur Verfügung.

Der Schwerpunkt des Beitrags ist auf die Verwendung automatisierter Schlauchwaagensysteme, Low-Cost GNSS -Verfahren (inkl. PPP), Rissmonitoring und unterstützender Technologien wie MQTT und LoRoWAN-Verfahren konzipiert. Ergänzende Technologien runden die Anwendung entsprechend ab. In angepassten Datenbanksystemen erfolgt die Datenhaltung und die Echtzeitauswertung. Hierzu existieren eine Vielzahl kostenlose Diensten zur Darstellung der Ergebnisse in entsprechenden Dashboards.